Die Home Assistant WebUI und WebApp Oberfläche

Jetzt da der Home Assistant Server läuft möchte ich kurz die einzelnen Komponenten der Oberfläche (Home Assistant WebUI) erklären.

 

Home Assistant WebUI

1. Das „Menu“

Das Menu enthält verschiedene Möglichkeiten Informationen über angebundene Aktoren oder Sensoren zu erhalten. Außerdem können hier Befehle an den Home Assistant Webservice geschickt werden (zum Beispiel die Aufforderung zum Neustart des Dienstes)

2. Die „View“

Views sind so etwas wie Reiter oder Tabs. Man kann damit verschiedene Bereiche erschaffen, um so die Oberfläche zu strukturieren. In diesem Beispiel: „Zu Hause“, „Szenen“, „Wetter“, „Personen und Geräte“ und „Automatismen“.

3. Die „Group“

Gruppen können verschiedene Sensoren oder Aktoren Thematisch zusammenfassen. In diesem Beispiel: Zwei Beleuchtungen in der Küche.

4. Die „Entity“ Aktor

In den Gruppen sind meist Aktoren vorhanden. Diese werden in Home Assistant „Entity“ genannt und man kann sie meist schalten. In diesem Beispiel eine Deckenlampe mit Phillips Hue oder Ikea Tradfri Birne.

5. Die „Entity“ Sensor

Eine weitere Art der „Entities“ ist der Sensor. Dieser zeigt meist einen Wert in Zahl oder Textformat an und kann in der Automatisation ausgewertet werden. In diesem Beispiel: Die Außentemperatur von einem Online-Wetterdienst.

4. und 5. Dialoge

Dialoge öffnen sich beim Klick auf eine Entity und zeigen zusätzliche Informationen an:

Home Assistant WebUI Dialog

 

Mit diesem Rüstzeug ist es euch möglich die Konfiguration (mit der sich mein nächster Blogeintrag beschäftigen wird) besser zu verstehen.

Hier geht’s weiter: Grundlagen über die Home Assistant Konfiguration

Warum Home Assistant?

„Grundsätzlich habe ich ein wenig Freizeit übrig und möchte diese noch füllen […]“

Ist das etwa schon der Grund für die Entscheidung für „Home Assistant“? Sicher nicht…

Aber es ist die erste Frage die man sich stellen sollte: Habe ich genug Zeit mich mit meiner Haussteuerung auseinanderzusetzen und auch mal Dinge einfach auszuprobieren?

All denen die diese Frage mit „Nein“ beantworten sei gesagt: Sucht euch ein anderes System. Ein System wie „Homee“, das die Hardware gleich mitliefert und Out-Of-The-Box funktioniert.

Home Assistant ist „nur“ eine Software. Installation und Wartung müsst ihr selbst übernehmen.

Aber was ist nun der Vorteil an „nur“ Software?

  1. Sie ist umsonst (Open-Source)
  2. Sie ist variabler und hat mehr Schnittstellen zu unterschiedlichen Systemen
  3. Sie kann auch ein Hobby sein 🙂

Aber auch Nachteile sind vorhanden:

  1. Hardware muss selber angeschafft werden (ca. 30€ – Beispiel: Raspberry Pi Zero W)
  2. Installation und Wartung muss selber gemacht werden
  3. Meist sind Linux Kenntnisse von nöten

 

Was hat mich aber nun zu Home Assistant gebracht?

Naja, erstmal war es die schicke Internetseite. Ganz normal wenn man bedenkt das der erste Eindruck zählt und man bis dahin noch keine Ahnung hat ob es sich überhaupt lohnt die Software näher anzuschauen.

Das zweite Kriterium war die Benutzeroberfläche:

 

Home Assistant UI

Sieht doch schick aus und funktioniert als Webseite oder WebApp auf allen Geräten.

Das dritte Kriterium ist die „Anti-Cloud“ Lösung. Home Assistant läuft lokal ohne Daten auf einen Cloudserver zu schicken. Ein Aufruf aus dem Internet ist nur mit fixer IP oder DynDNS und Freigabe in der eigenen Firewall möglich.

Home Assistant ist in Python geschrieben. Gerade das ist ein Erfolgsfaktor da viele Schnittstellen zu IoT-Geräten in Python schon existieren und genutzt werden können. Home Assistant nennt diese Schnittstellen übrigens „Components“ und unterstützt zum jetzigen Zeitpunkt 684 Stück (Stand 24.05.2017).

Noch ein Kriterium ist die einfache Installation. Die Community stellt „Hassbian“ bereit. Ein Betriebsystem für den Raspberry Pi welches schon eine voll funktionsfähige Installation von Home Assistant enthält. Dadurch ist der Installationsaufwand auf wenige Minuten beschränkt und man hat sofort einen lauffähigen Home Assistant Server mit WebUI.

Der letzte Pluspunkt ist die große Community und die dadurch schnellen Tests und Updates. Alle zwei Wochen werden neue Updates und BugFixe bereitgestellt. Zusätzlich bekommt man Hilfe im zentralen Forum.

 

Lust auf mehr?

Hier geht’s weiter: Installation von Home Assistant auf einem Raspberry Pi Zero W