Warum Home Assistant?

„Grundsätzlich habe ich ein wenig Freizeit übrig und möchte diese noch füllen […]“

Ist das etwa schon der Grund für die Entscheidung für „Home Assistant“? Sicher nicht…

Aber es ist die erste Frage die man sich stellen sollte: Habe ich genug Zeit mich mit meiner Haussteuerung auseinanderzusetzen und auch mal Dinge einfach auszuprobieren?

All denen die diese Frage mit „Nein“ beantworten sei gesagt: Sucht euch ein anderes System. Ein System wie „Homee“, das die Hardware gleich mitliefert und Out-Of-The-Box funktioniert.

Home Assistant ist „nur“ eine Software. Installation und Wartung müsst ihr selbst übernehmen.

Aber was ist nun der Vorteil an „nur“ Software?

  1. Sie ist umsonst (Open-Source)
  2. Sie ist variabler und hat mehr Schnittstellen zu unterschiedlichen Systemen
  3. Sie kann auch ein Hobby sein 🙂

Aber auch Nachteile sind vorhanden:

  1. Hardware muss selber angeschafft werden (ca. 30€ – Beispiel: Raspberry Pi Zero W)
  2. Installation und Wartung muss selber gemacht werden
  3. Meist sind Linux Kenntnisse von nöten

 

Was hat mich aber nun zu Home Assistant gebracht?

Naja, erstmal war es die schicke Internetseite. Ganz normal wenn man bedenkt das der erste Eindruck zählt und man bis dahin noch keine Ahnung hat ob es sich überhaupt lohnt die Software näher anzuschauen.

Das zweite Kriterium war die Benutzeroberfläche:

 

Home Assistant UI

Sieht doch schick aus und funktioniert als Webseite oder WebApp auf allen Geräten.

Das dritte Kriterium ist die „Anti-Cloud“ Lösung. Home Assistant läuft lokal ohne Daten auf einen Cloudserver zu schicken. Ein Aufruf aus dem Internet ist nur mit fixer IP oder DynDNS und Freigabe in der eigenen Firewall möglich.

Home Assistant ist in Python geschrieben. Gerade das ist ein Erfolgsfaktor da viele Schnittstellen zu IoT-Geräten in Python schon existieren und genutzt werden können. Home Assistant nennt diese Schnittstellen übrigens „Components“ und unterstützt zum jetzigen Zeitpunkt 684 Stück (Stand 24.05.2017).

Noch ein Kriterium ist die einfache Installation. Die Community stellt „Hassbian“ bereit. Ein Betriebsystem für den Raspberry Pi welches schon eine voll funktionsfähige Installation von Home Assistant enthält. Dadurch ist der Installationsaufwand auf wenige Minuten beschränkt und man hat sofort einen lauffähigen Home Assistant Server mit WebUI.

Der letzte Pluspunkt ist die große Community und die dadurch schnellen Tests und Updates. Alle zwei Wochen werden neue Updates und BugFixe bereitgestellt. Zusätzlich bekommt man Hilfe im zentralen Forum.

 

Lust auf mehr?

Hier geht’s weiter: Installation von Home Assistant auf einem Raspberry Pi Zero W

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